GEFÄSSE - Homocystein

Risiko für Herz und Hirn

Hirnschlag und Herzinfarkt, Thrombosen und Altersdemenz – einige der häufigsten und folgenschwersten Leiden unserer Zeit sind durch eine mangelhafte Funktion des Blutkreislaufs verursacht. Kann das weit verzweigte Netz der Blutgefäße lebenswichtige Organe wie Herz oder Gehirn nicht mehr ausreichend versorgen, drohen schwere Schäden bis hin zum Tod.

Nicht nur eine Sache des Alters
Gefäßerkrankungen werden auch unter Jüngeren immer häufiger, denn sie haben sich von der reinen Alterserscheinung zur typischen Zivilisationskrankheit entwickelt. Die klassischen Risikofaktoren sind Rauchen, Bewegungsmangel, Übergewicht, Diabetes, eventuell auch zu hoher Fettkonsum. Seit neuestem ist auch der Zusammenhang mit Homocystein belegt. Dieses Stoffwechselprodukt bleibt in erhöhter Dosis im Blut, wenn eine Eiweißverbindung nur unvollständig abgebaut wird. Ursache können u.a. Vitaminmangel oder ein genetischer Defekt sein.

Die Therapie ist einfach
Ein Bluttest klärt, ob der Homocystein-Spiegel im Blut erhöht ist. Parallel kann eine Vitamin-Spiegelbestimmung sinnvoll sein. Die Therapie für den Gendefekt ist die gleiche wie beim ernährungsbedingten Mangel an Folsäure sowie der Vitamine B6 und B12: Eine zusätzliche Zufuhr dieser Stoffe durch ein gutes Kombipräparat. Und ist der Lebenswandel schuld, senkt eine simple Formel das Herz-Kreislaufrisiko deutlich: Kein Rauch, mehr Bewegung, weniger Fleisch – in dieser Reihenfolge.

Hinweis:
Evtl. ist auch eine Infektion mit dem Magenbakterium Helicobacter pylori eine Ursache, denn eine Magenerkrankung kann die Aufnahme der benötigten B-Vitamine erschweren.

Empfehlung:
Einmalige Untersuchung bei Erwachsenen, bei erhöhten Werten: Regelmäßige Nachkontrolle

Benötigt:
Eine Blutentnahme

Stichwort für Ihr Arztgespräch:
Homocystein-Spiegel und Gefäßerkrankungen

Mehr Informationen>>>